Die besten Orte zum Angeln in den Alpen
May 28, 2021 | 6 Minuten
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Traumhafte Gebirgsbäche, voller Forellen und einsame Seen, vor malerischer Gebirgskulisse – sie alle laden zum Verweilen und Entspannen ein. Das sind nicht die einzigen Vorzüge, die das Angeln in den Alpen bietet und die Auswahl an Fischgründen ist groß. Da sich die Gebirgskette über 1.200 Kilometer weit erstreckt und eine große Menge an Bergseen, Gletscherbächen, Flüssen und anderen Gewässern beherbergt, haben wir eine Liste mit den 10 besten Orten zum Angeln in den Alpen für Euch zusammengestellt.

Unsere Auswahl beinhaltet Orte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch in Italien und Slowenien. Ihr findet also mit Sicherheit ein passendes Ausflugsziel, oder eine Idee für den nächsten Urlaub, wenn die Lockdown-Regelungen eine Ausfahrt nicht zulassen.

Mittenwald, Deutschland

Der Lautersee bei Mittenwald mit seinem grünen Wasser im Vordergrund, Wald dahinter und Bergen im Hintergrund.

Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist bei Besuchern und Einheimischen mehr für den Wintersport bekannt. Skifahren und Langlauf sind hier zwar im Winter die Sportarten der Wahl, aber wenn gerade kein Schnee liegt, eignet sich die wunderschöne Umgebung auch hervorragend zum Angeln. Der Lautersee, westlich der Stadt, ist Heimat von Karpfen, Schleie, Zander, Regenbogenforelle, Flussbarsch und vor allem Hechten!

Ein Hotel und eine Bushaltestelle direkt am See, machen ihn auch für Besucher sehr gut erreichbar. Da die Angelsaison außerhalb der Stoßzeiten des Skitourismus liegt, kann man sich hier auf ein ruhigeres Erlebnis freuen. Die Umgebung lädt zudem mit Barfußpfad, Sessellift und viel Natur ein, die Gegend mit allen Sinnen zu erkunden. Angelkarten für den Lautersee gibt es hier.

Bad Reichenhall, Deutschland

Die Saalach fließt von vorne nach hinten durch das Bild. Rechts ist ein Kiesstrand zu sehen und im Hintergrund sind Berge.

Die Saalach gilt als ein hervorragendes Gewässer um auf Salmoniden zu angeln – Bach- und Regenbogenforellen um genau zu sein. Der Fluss ist weitestgehend naturbelassen und ein Paradies für Spinn- und Fliegenfischer gleichermaßen.

Südlich von Bad Reichenhall weitet sich die Saalach zum Saalachsee aus. Ein Fischbestand von Karpfen, Döbel, Hecht und Flussbarsch, sowie den oben bereits erwähnten Bach- und Regenbogenforellen, lässt jedes Anglerherz höher schlagen. Die Saison dauert vom 1. Mai bis 15. September, wobei zu beachten ist, dass Äschen ganzjährig geschont werden. Weitere Informationen zu Schonzeiten und Angelkarten findet Ihr hier.

Aigen im Ennstal, Österreich

Die vordere Hälfte des Bildes wird vom blauen Wasser des Putterersees eingenommen. Im Hintergrund sind die Alpen zu sehen.

Der Putterersee in Aigen im Ennstal ist seit Jahrhunderten im Privatbesitz, wurde aber in den 90ern auch der Öffentlichkeit für das Angeln zugänglich gemacht. Zander, Flussbarsch, Karpfen und Welse machen hier die Gewässer unsicher und sorgen für viel Spaß bei ambitionierten Fliegenfischern. Wer sich mit Gerät und Technik noch nicht so gut auskennt, für den werden am See Kurse angeboten. Die Saison ist geöffnet von 15. Mai bis 26. Oktober und im Winter gibt es zusätzlich Termine an denen das Eisangeln möglich ist.

Spittal an der Drau, Österreich

Ein Panorama des Millstätter Sees, mit den Alpen im Hintergrund und Millstatt auf einer Halbinsel auf der rechten Seite im Vordergrund.

Als perfekter Ort für einen ganzen Angelurlaub, liegt Spittal an der Drau, wie der Name schon sagt, an der Drau. Genau gesagt an einer Stelle, an der noch zwei weitere Flüsse – die Lieser und die Möll – in kurzer Entfernung voneinander in die Drau münden. Dazu kommt noch der Millstätter See und das Angelabenteuer ist perfekt.

Bei Anglern ist der Millstätter See für seine Renken bekannt, aber auch alle anderen Größen des Süßwasserangelns, wie verschiedene Salmoniden, Hecht, Zander, Barsch und Karpfen sind, neben vielen anderen Arten, vorhanden. In der Drau und den Flüssen und Bächen der Umgebung finden sich ebenfalls einige Salmoniden, insbesondere Regenbogen-, Bachforelle, Huchen und Äsche. Auch Nasen und Barben kann man hier antreffen. Die nötigen Dokumente zum Angeln bekommt man in den Tourismusbüros vor Ort.

Tolmin, Slowenien

Der Zusammenfluss von Soča und Tolminka bei Tolmin in Slovenien. Es gibt einen weißen Kiesstrand auf der rechten Seite und Wald im Hintergrund.

Als traumhafte Gegend für Fliegenfischer hat sich die Soča (italienisch: Isonzo) schon seit einiger Zeit einen Namen gemacht. Der Fluss führt beeindruckend klares, türkisblaues Wasser, das Heimat für verschiedene Salmoniden, wie Äsche, Regenbogen-, Bach- und die hier endemische Marmorataforelle ist. Und nicht nur das Wasser ist wunderschön, auch die Berge der Umgebung können sich sehen lassen und sorgen für eine beeindruckende Atmosphäre beim Angeln.

An der Soča, sowie den umliegenden Flüssen kann man je nach Gebiet entweder seinen Fang behalten, oder wieder freilassen. Die dazugehörigen Informationen, sowie die nötigen Papiere bekommt Ihr beim Fischereiinstitut von Slowenien (Seite auf Englisch) oder dem Fischereiverein von Tolmin (Seite auf Englisch).

Trient, Italien

Ein Luftbild von Trient in Italien, mit der quer verlaufenden Etsch.

Trient ist eine der größten Städte der Alpen und idealer Ausgangspunkt für Angelausflüge an eine Vielzahl von Gewässern. Die Autonome Provinz Trient besitzt etwa 300 Seen, einige davon noch aus der letzten Eiszeit und verwinkelte Flusstäler, die von der Etsch, dem zweitlängsten Fluss Italiens, zusammengehalten werden. Zusammen bilden sie mit der atemberaubenden Kulisse der Berge eine spektakuläre Umgebung für einen Angeltag.

Egal ob Hecht im Lago di Terlago, Marmorataforelle in der Etsch oder Bachforelle im Noce, dem Anglerherz sind keine Grenzen gesetzt. Die Angelerlaubnis bekommt man am besten vor Ort bei den jeweiligen Behörden.

Arona, Italien

Ein Luftbild der Altstadt von Arona am Lago Maggiore, mit Blick über den See.

Wer kennt den Lago Maggiore nicht, aus dem eigenen Kindheitsurlaub, oder Erzählungen von Schulfreunden? Als klassisches deutsches Urlaubsziel in Italien schwingt seinem Namen immer ein Hauch von Sommer mit. Am südwestlichen Ufer des Sees liegt Arona. Ein ehemaliges Fischerdorf, dass mit dem Rückgang der kommerziellen Fischerei zum Touristenort entwickelt hat.

Auch wenn sich das Fangen von Fischen zum Lebensunterhalt hier nicht mehr lohnt, ist der Lago Maggiore auch heute noch ein gutes Angelrevier. Seeforelle, Schwarzbarsch, Zander und Hechte sind die begehrtesten Fänge des Sees, aber auch weniger aufregende Arten, wie Döbel und Schleie kann man an den Haken bekommen. Wie auch in Trient gilt hier, dass man sich für die Angelerlaubnis am besten an die örtlichen Behörden wendet.

Lausanne, Schweiz

Ein Steg ragt bei Sonnenuntergang in die die Bildmitte auf den Genfersee, links liegt ein Boot an und am Ende des Stegs befindet sich ein Schwarm Möwen.

Wusstet Ihr, dass der Genfersee nicht nur der größte See der Schweiz, sondern auch der größte See Frankreichs und außerdem der zweitgrößte See Mitteleuropas ist? Und Lausanne, am Nordufer dieses beeindruckenden Gewässers, ist nicht nur aus kultureller Sicht einen Besuch wert. Sie lohnt sich auch als Ausgangspunkt für einen schönen Tag beim Angeln in den Alpen.

Der Genfer See ist großartig als Fischgrund für große Seeforellen und Hechte. Neben diesen beiden Arten gibt es aber auch Wels, Felchen, Flussbarsch, Döbel und viele andere zu entdecken. Um im Kanton Waadt angeln zu dürfen benötigt man ein Fischereipatent, dass Ihr hier online bekommt.

Interlaken, Schweiz

Ein Luftbild der Aare und dem Schiffskanal in Interlaken. Am oberen Rand des Bildes ist der Thunersee zu sehen.

In Interlaken ist der Name Programm. Die Stadt liegt nicht nur zwischen zwei wunderschönen, großen Seen – dem Thunersee und dem Brienzersee – sondern auch an der Aare, dem Fluss, der die beiden Seen verbindet. In allen drei Gewässern findet man neben Seeforelle und Felchen auch Populationen von Seesaibling, Hecht, Flussbarsch (Egli), Quappe (Trüsche) und damit einige Gründe für einen Ausflug mit der Angel.

An der Aare in Interlaken selbst findet man sich beim Angeln öfter an Ufermauern, so dass zusätzlich ein Kescher mit langem Stiel gute Dienste leistet. Zum Angeln selbst wird ein Angelfischerpatent benötigt, dass man online bei der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern erwerben kann. Dort findet Ihr auch detaillierte Informationen zu den Gewässern, den vorhandenen Fischarten und Angelsaisonen.

Luzern, Schweiz

Ein Blick über die Altstadt von Luzern, auf den Vierwaldstättersee, mit Bergen im Hintergrund.

Was fällt Euch als Erstes ein, wenn Ihr an Luzern denkt? Vermutlich die berühmte Holzbrücke über die Reuss mit dem Wasserturm in der Mitte. Damit ist es kein Wunder, dass wir beim Thema Angeln in den Alpen sofort an die malerische Stadt im gleichnamigen schweizer Kanton gedacht haben.

Das Angeln mit einer normalen Angelrute ist am Vierwaldstättersee an öffentlich zugänglichen Brücken, Stegen und Teilen des Ufers erlaubt. Einem Ausflug ans Wasser, bei dem man Forellen, Seesaibling, Felchen, Äsche, Hecht, Zander und sogar das hier endemische Albeli fangen kann, steht also nichts im Wege.

Schonzeiten gelten für die meisten Arten zwischen Oktober und Dezember, mit Ausnahme von Hecht und Zander. Genauere Informationen zu Schonzeiten, Mindestmaßen und mehr findet Ihr hier.

Und viele mehr!

Blick auf einen großen Felsen im Hintersee, auf dem zwei Nadelbäume wachsen, mit den Alpen im Hintergrund.

Das war unsere Auswahl der 10 besten Orte zum Angeln in den Alpen. Natürlich gibt es noch viele andere Orte, die sich für einen Angelausflug in den Bergen anbieten. Wir haben uns bemüht, aus jeder Ecke der Alpen einen Ort zu finden, um Euch eine breite Auswahl vorzustellen. Vom Ansitzangler, bis zum Fliegenfischer ist für jeden etwas dabei!

Habt Ihr schon in den Alpen geangelt? Welche Erfahrungen habt Ihr dort gemacht? Haben wir Euer Lieblingsgewässer übersehen? Schreibt es uns in die Kommentare! Wir freuen uns, von Euch zu hören!

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